Rhythmik News


Zurück zur Übersicht

09.01.2014

Tod von Gerda Bächli

Gerda Bächli ist im Alter von 92 Jahren im März 2013 gestorben.

Gerda Bächli wird 1921 in Zürich in eine Musikerfamilie hineingeboren. Ihre langjährige Tätigkeit in künstleri­schem Umfeld mündet im Anschluss an die Familienphase in die Arbeit mit Men­schen mit geistiger Behinderung. Im Wa­gerenhof Uster entstehen aus der Erkennt­nis heraus, dass die Lebensthemen in Lie­der gefasst leichter und fröhlicher
daherkommen, die ersten eigenen Lieder.
Sie füllt damit eine Lücke, authentische Kinderlieder gibt es Ende der 60iger Jahre noch wenige. «Der Tausendfüssler»
er­scheint 1977, danach 1985 «Zirkus Zottel­bär» und 1988 «Im Bim­Bam­Bummel­zug». Inder folgenden Zeitzeugen unzäh­lige Liederhefte von ihrem beinahe unerschöpflichen Schaffen. Und sie über­ setzt ihre Texte auch ins Hochdeutsche für
alle Nichtschweizer und erreicht damit ein Publikum weit über die Sprachgrenze hin­weg.
Sie widmet sich in der Folge einem breiten Feld von Lehrpersonen mit vielen Aus­und Weiterbildungsangeboten.

Gerda Bächli erhält 2004 als Einzelperson den ersten Förderpreis InTakt für ihr Le­benswerk. Weitere Auszeichnungen mit dem «goi­dige Chrönli» erhält sie für «Daniel», eine
musikalische Weihnachtsgeschichte, «Händ und Füess» und «Näbelhäx und Wienachtsstern». 2005 erscheint «Pöpper – Musizieren mit einem behinderten Freund». Die beson­dere Wertschätzung, die Gerda Bächli Menschen mit Behinderung entgegen­brachte, spiegelt sich in eindrücklichen
Bildern und kurzen Texten und gibt einen Einblick in ihre pädagogische Überzeu­gung, in ihr grosses Engagement für das menschliche Dasein. Am 14. März 2013 ist Gerda Bächli
in Winterthur gestorben. Sie hinterlässt ein
Erbe, das unsterblich ist.

Barbara von Selve, Verband Kindergärtnerinnen Zürich,
www.vkz.ch



Zurück zur Übersicht


 

Email
Info